Fahrräder und Mercedese
(schreibt man so den Plural von Mercedes? – Oh Gott, und ich soll Deutsch unterrichten)

Alle die wissen, wie konsequent ich in Regensburg bei Wind und Wetter Fahrrad gefahren bin, verstehen, welch Glücksgefühl ich hier empfunden habe: Halb Albanien ist auf dem Fahrrad unterwegs. Männer, Frauen und Kinder. Und die Fahrräder sind genau diejenigen wunderbaren alten schwarzen Stadtfahrräder, die wir seit Jahren vergeblich auf unseren Flohmärkten suchen. Sie sind alle hier und flitzen völlig unkontrolliert und kreuz und quer auf den Straßen herum. Man kann sich ganz gut vorstellen wie die Straßen bis zur Wende aussahen, als noch keine privaten PKWs erlaubt waren.

Diejenigen Albaner, die nicht mehr Fahrrad fahren wollen, fahren Mercedes. Aber längst nicht nur die alten Modelle aus den 80ern, wie ich das erwartet hätte. Hier fahren nagelneue dicke Schlitten herum, von denen jeder Politiker in der BRD nur träumen kann. Der Grund liegt wohl in den vielen Schlaglöchern und den hervorragenden Stoßdämpfern von Mercedes. Aber wie sich so viele Leute so gute Autos leisten können bleibt noch zu ergründen. Sherlock Charlie.
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